Ultimate Eagles begeistern erneut das Publikum
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Die Eagles zählen zu den bekanntesten und erfolgreichsten Country-Rock-Bands der Welt. Mit ihrem unverwechselbaren West-Coast-Sound prägten sie die Popmusik der 1970er Jahre maßgeblich. Songs wie „Hotel California“ haben bis heute nichts von ihrer Popularität verloren, gehören zum Repertoire zahlreicher Bands und sind regelmäßig im Radio zu hören. Dass die Musik der amerikanischen Formation um Glenn Frey und Don Henley auch Jahrzehnte später noch begeistert, wurde am Donnerstagabend in der voll besetzten Wetterauhalle deutlich. Dort gastierte die Tribute-Band „The Ultimate Eagles“ und nahm das Publikum mit auf eine musikalische Zeitreise. Wie eine spontane Umfrage von Bürgermeister Eike See zeigte, waren unter den Besuchern etwa ebenso viele Wölfersheimer wie auswärtige Gäste. „Ich mache jetzt Feierabend und genieße die Musik“, erklärte der bekennende Eagles-Fan. Damit sprach er vielen Besuchern aus der Seele, von denen einige sogar in den Tour-T-Shirts der Originalband erschienen waren. Bereits mit einem kurzen A-cappella-Intro gewannen die fünf britischen Musiker, die als eine der besten Eagles-Tribute-Bands gelten, das Publikum für sich. Besonders der fünfstimmige Gesang erinnerte verblüffend an das Original. Mit „Sweet & Honey“ und „Peaceful Easy Feeling“ aus den frühen Jahren der Eagles begann ein musikalischer Streifzug durch die verschiedenen Schaffensphasen der legendären Band. Auch als Solisten stellten alle fünf Musiker ihr Können unter Beweis. Besonders die drei Gitarristen Paul Marson, Michael Lawrence und Chris Wright überzeugten mit ihren Stimmen und ihrem instrumentalen Können. Wright erntete für seine herausragenden Gitarrensoli mehrfach spontanen Zwischenapplaus. Marson und Lawrence griffen zwischendurch auch in die Tasten des Keyboards. Schlagzeuger Rhys Morgan sorgte mit seinem präzisen Spiel für das rhythmische Fundament. Die musikalische Darbietung wurde durch eine aufwendig gestaltete Bildprojektion auf der Leinwand hinter der Bühne ergänzt. Zu Titeln wie „It’s another Tequila Sunrise“ oder „New Kid in Town“ aus dem berühmten Album „Hotel California“ waren passende Fotografien und kurze Videosequenzen zu sehen. Sonnenaufgänge, Landschaften des Wilden Westens, die Skyline von New York oder ein Regen aus roten Herzen unterstrichen die Atmosphäre der Kompositionen von Don Henley und Glenn Frey. Nach knapp einer halben Stunde wurde es still in der Wetterauhalle. Mit einem Video gedachten die Musiker des im Januar dieses Jahres verstorbenen Glenn Frey. Die bewegende Erinnerung wurde vom Publikum mit lang anhaltendem Applaus gewürdigt. Anschließend erklang mit „How Long“ aus dem Jahr 1971 eine der frühen Kompositionen Freys. Mit „Forgiveness“ aus dem Live-Album „Hell Freezer“ führte die musikalische Reise anschließend ins Jahr 1994, als die Eagles nach 15-jähriger Pause ihr Comeback feierten. Dass viele ihrer Songs auch heute noch aktuelle Themen aufgreifen, verdeutlichte „The Last Resort“ aus dem Jahr 1977. Darin setzten sich die Eagles mit der Zerstörung der Natur, der Ausbeutung von Menschen durch den Westen und dem amerikanischen Expansionsdrang auseinander. Mit diesem monumentalen Stück verabschiedeten sich die Musiker in die Pause. Den zweiten Teil des Konzerts eröffneten „The Ultimate Eagles“ mit „One of These Nights“. Es folgte eine mitreißende Auswahl bekannter Eagles-Hits, bei denen das Publikum immer wieder lautstark mitsang und insbesondere bei den rockigeren Titeln begeistert mitklatschte. „Ihr seid super, die anderen 20 Shows waren hart“, scherzte Chris Wright und sorgte damit für einige Lacher im Saal. Mit „Lying Eyes“ vom Album „One of These Nights“, „Take It to the Limit“ und „Heartache Tonight“ standen weitere Klassiker auf dem Programm. Auch „The Heat Is On“, mit dem Glenn Frey 1984 als Solokünstler erfolgreich war, durfte an diesem Abend nicht fehlen. Ein besonderer Höhepunkt ließ nicht lange auf sich warten: Ein kurzes Video kündigte den wohl bekanntesten Eagles-Song überhaupt an. Als schließlich die ersten Töne von „Hotel California“ erklangen, wurden zahlreiche Smartphones gezückt, um den Moment festzuhalten. Der Welthit sorgte für einen weiteren Höhepunkt des Abends und begeisterte die Besucher. Am Ende bedankte sich das Publikum mit stehenden Ovationen und lang anhaltendem Applaus für einen rundum gelungenen Konzertabend. Nach dem großen Finale ließen sich die Musiker noch zu zwei Zugaben bewegen. Mit dem schwungvollen „Take It Easy“ und der gefühlvollen Ballade „Desperado“ verabschiedeten sich „The Ultimate Eagles“ schließlich von ihren Fans. Zum Abschluss richtete Chris Wright seinen Dank an das Publikum, die Organisatoren und nicht zuletzt an die musikalischen Vorbilder: „Danke an Euch, danke an alle, die das Konzert möglich gemacht haben, und danke an die Eagles, denn ohne diese fantastische Band würde es uns nicht geben.“ Ein passender Schlusspunkt für einen Abend, der eindrucksvoll zeigte, wie zeitlos die Musik der Eagles geblieben ist.