Spatenstich in Södel: Neubau der Turnhalle wird Realität


Mit dem offiziellen ersten Spatenstich fiel der symbolische Startschuss für den Neubau. Bürgermeister Eike See begrüßte zahlreiche Vertreter aus Politik, Verwaltung, Schule und Vereinen zum feierlichen Auftakt des Bauprojekts, das für die Gemeinde Wölfersheim von großer Bedeutung ist. „Nach einem langen Planungsprozess und intensiver Zusammenarbeit aller Beteiligten haben wir heute einen Meilenstein erreicht, auf den wir seit Jahren hingearbeitet haben,“ sagte See. „Der Neubau der Turnhalle ist ein zukunftsweisendes Vorhaben für unseren Ort - nicht nur als Sportstätte, sondern als Treffpunkt des gesellschaftlichen Lebens.“ Die neue Halle wird als Mehrzweck-Sporthalle mit drei Spielfeldern errichtet und soll die bestehende, baulich veraltete Sporthalle ersetzen. Sie bietet Platz für Schulsport, Vereinstraining, Wettkämpfe und auch kulturelle Veranstaltungen - ein Angebot, das in ländlichen Räumen wie Södel für den sozialen Zusammenhalt von besonderer Bedeutung ist. „Mit dem Spatenstich wird aus einer Förderzusage sichtbare Zukunft. Die neue Halle wird ein Ort für das gesamte Ortsleben sein. Egal ob für Schulsport, Vereinstraining und Wettkämpfe oder für kulturelle Veranstaltungen und das gesellschaftliche Leben“, sagte der hessische Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori in seinem Grußwort. „Gerade im ländlichen Raum sind solche Orte unverzichtbar für Zusammenhalt und Lebensqualität.“ Mansoori verwies zudem auf die energieeffiziente Planung des Neubaus: „Zugleich entsteht hier ein echtes Vorzeigeprojekt für Energieeffizienz und mit einem jährlichen Solarertrag von 71,19 kWh pro Quadratmeter wird die Halle selbst zum Energieerzeuger. Ich danke allen, die dieses Projekt mit Engagement und Weitsicht vorangebracht haben und freue mich, dass wir dabei mit Mitteln in Höhe von rund 1 Million Euro aus der Kommunalrichtlinie Energie unterstützen können.“ Ein zentraler Baustein für die Realisierung des Projekts ist die Finanzierung: Der Bund beteiligt sich über das Programm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ mit 3,15 Millionen Euro, wie Bundestagsabgeordnete Natalie Pawlik betonte: „Mit der neuen Drei-Feld-Halle in Södel bekommt Wölfersheim eine moderne Mehrzweckhalle, die nicht nur den Schul- und Vereinssport stärken wird, sondern auch dem Kulturleben vor Ort zugutekommt. Für kleinere Kommunen ist es sehr schwer, solche Projekte allein zu stemmen.“ Pawlik verwies auf die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Bund, Land und Kreis: „Deswegen ist es genau richtig, dass hier Bund, Land und Kreis zusammenarbeiten. Ich habe mich gerne und mit voller Überzeugung dafür eingesetzt, dass der Bund den Bau der Halle mit beachtlichen 3,15 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm mitfinanziert und bin sehr froh, dass nun auch die Bauarbeiten starten und sich die Wölfersheimerinnen und Wölfersheimer auf ihre neue Halle freuen können.“ Zusätzlich unterstützt der Wetteraukreis als Schulträger das Projekt mit 4,0 Millionen Euro. Die Halle wird nicht nur funktional und energetisch modern errichtet, sondern auch barrierefrei zugänglich sein. In seinem Grußwort stellte Bürgermeister See den Energieverbrauch der alten Södeler Halle mit der modernen Singbergsporthalle gegenüber, die einen Bruchteil an Heizenergie benötigt. Der Neubau der Södeler Halle soll energetisch noch weiter optimiert sein. Eine integrierte Photovoltaikanlage sorgt für einen hohen Eigenenergiebeitrag. Um dies zu ermöglichen war eine intensive Planung notwendig. Projektsteuerer Bernd Acker dankte allen, die am Projekt beteiligt sind. „Unsere Aufgabe als Projektsteuerer, Architekten und Ingenieure ist es, nicht nur zu bauen, sondern auch zu gestalten. Wir schaffen Strukturen, die Bestand haben und die Zukunft prägen. Dieses Bauprojekt ist ein Symbol für Fortschritt und Innovation im Sportstättenbau. Die Gemeinde als Bauherr hat für eine ansprechende Architektur gesorgt, die von den fachplanenden Kollegen präzise umgesetzt wird,“ unterstrich Acker. Stellvertretend für die beiden Wölfersheimer Schulen unterstrich der Schulleiter der Singbergschule, Olaf Bogusch, die große Bedeutung des Bauprojekts für alle Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte. Im Anschluss bedankte sich der Vorsitzende des TSV Södel, Thomas Roth, im Namen aller Vereine, die die Halle nutzen, bei den Projektbeteiligten und der Gemeinde für die Investition in die Zukunft des Ehrenamts. Mit dem Spatenstich beginnt nun die Umsetzung eines Projekts, das seit Jahren vorbereitet wird und eine neue, multifunktionale Halle schenkt. In den nächsten Wochen liegt der Fokus auf den archäologischen Untersuchungen, mit denen vor einigen Tagen begonnen wurde.