Woodstock Feeling am Wölfersheimer See

29.08.2019

Besser als mit dem Namen Treffpunkt See könnte man das Festwochenende am Wölfersheimer See nicht beschreiben. Der Wölfersheimer See ist Treffpunkt für alle Ortsteile und alle Generationen. Bei einem der größten Feste der Region wurde etwas für jeden Geschmack geboten.
Eingeleitet wurde das Wochenende diesmal einen Tag früher als üblich mit einem Konzert des Weltstars Albert Hammond. Offiziell eröffnet wurde das Wochenende am Samstag von Bürgermeister Eike See, der allen Helfern und Unterstützern dankte. Um 9.30 Uhr begannen die ersten Läufe für das Drachenbootrennen. Die verschiedensten Teams aus Wölfersheim und Umgebung traten dabei gegeneinander an. Die Nase vorne hatte am Ende die Mannschaft "TSV Södel Herren 2". Zeitgleich zu den Rennen auf dem See startete der vierte Lauf für Vielfalt und Respekt, der auch diesmal im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie Leben" gefördert wurde. Wer sich an einem Demokratiequiz beteiligte, konnte sich über eines der Laufshirts freuen. Los ging es mit einem Bambinilauf für Kinder bis 6 Jahre, gefolgt von einem Schülerlauf für Kinder von 7 bis 14 Jahre. Beim Skaten und beim Hauptlauf galt es je zwei Runden um den See zu bewältigen. Wie üblich endete man mit einem Jedermannslauf, bei dem es nicht auf Schnelligkeit ankam, sondern lediglich darum ging, auch ein Zeichen für Respekt und Vielfalt zu setzen. Ein Höhepunkt in diesem Jahr war das Kinderkonzert mit Liedermacher Ferri. Ferri und seine Bandkollegen waren bereits am Vortag zu Gast in Wölfersheim. An der Jim-Knopf-Schule wurde gemeinsam mit den Schülern ein Programm für das Konzert am Samstag erarbeitet, bei dem die Kinder mit auf der Bühne stehen konnten. Einen Auftritt vor wesentlich mehr Zuschauern hatten die Kinder am Abend beim Konzert von Wölfersheim Live.
Das musikalische Kult-Event stand anlässlich des 50-jährigen Jubiläums von Woodstock unter dem Motto "Love and Peace". Bereits im Eingangsbereich liefen die Besucher vorbei an liebevoll gestalteten Wänden. Auch seitlich der Bühne sorgten große Banner für den entsprechenden Rahmen. Mit einem bunt bemalten Bus fuhren die Musiker und Statisten als Hippies verkleidet auf die Bühne. Dem Thema Woodstock widmete sich der komplette erste Programmteil. Von Jannis Joplins "Mecedes Benz" bis hin zu "My generation" von The Who wurde eine breite Auswahl von Songs gespielt, die durch Akzente wie "Looking for Freedom" ergänzt wurden. Abgerundet wurde der Programmteil durch einen Auftritt des Schulchores der Jim-Knopf-Grundschule, der gemeinsam mit Thomas Gerlach das Lied "Wir ziehen in den Frieden" sang.
Es folgte ein gewohnt abwechslungsreiches Programm, das mit modernen Hits und Evergreens gespickt war. Einzelne Songs wechselten sich mit Medleys und Themenblöcken ab. Von Udo Lindenberg über Lady Gaga bis hin zu Kraftklub spiegelte das Programm auch die Vielseitigkeit der Musiker und Sänger wider. Wie üblich wechselte die Besetzung der Band von Song zu Song. Als Sängerinnen und Sänger mit dabei waren Bettina Skottke, Renate Gantz-Bopp, Nadine Schutt, Anja Knoll, Katrin Zerb, Patrick Eulenkamp, Alex Kunz, Karl-Ernst Pulkert, Thomas Gerlach und Sebastian Göbel. An den Gitarren wechselten sich Marcel Waldeck, Kai Knöpp, Heiko Schulz, Martin Schnur und Bernd Heinisch und am Bass Sascha Waldeck und Michael Bauer ab. Fast während des gesamten mehr als 5 Stunden langen Programms waren Schlagzeuger Thomas Bannert und Pianist Gerald Reutzel auf der Bühne. Abgerundet wurden einige der Songs erst durch die Hornsection, die aus Theo Langstrof und Jasmin Weinelt an der Trompete, Marco Eckhard am Saxophon und Ralf Kraus an der Posaune bestand. Elvira Janocha und Ruta Belzakaite an der Violine verliehen Medleys wie einem Abba Mix oder Auszügen aus Grease erst den letzten Schliff. Auch optisch warteten wie bei Wölfersheim Live üblich immer wieder Überraschungen. Zu Grease und Elvis eroberten Tänzerinnen die Bühne. Moni Stein schwebte in einem Tuch über den Köpfen des Publikums. Wölfersheim Live ist eine Veranstaltung, wie man sie selten findet. Unzählige Profis und Laien arbeiten unter der Regie von Bernd Heinisch daran, das Publikum jedes Mal aufs Neue zu überraschen. Nicht alles ist dabei perfekt, und das weiß auch das Publikum, das trotz Regen bis in die späten Abendstunden ausharrte und gemeinsam mit den Musikern die Leidenschaft zur Musik feierte.
Bereits in den frühen Morgenstunden rückten die Mitarbeiter des Bauhofes an, um die Spuren einer langen Nacht auf dem Gelände gemeinsam mit den Ehrenamtlichen zu beseitigen. Pünktlich zum Frühstück am Sonntag fanden wieder zahlreiche Besucher den Weg in die Arena am See und nahmen gegen 10.00 Uhr am ökumenischen Festgottesdienst teil, der von Pfarrerin Julia Marburger und Pfarrer Wolfgang Kaiser geleitet wurde. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von einem Projektposaunenchor unter der Leitung von Sebastian Witzel. Die 25 Musikerinnen und Musiker haben in vier Proben ein ganzes Programm extra für diesen Anlass auf die Beine gestellt. Einen gelungenen Abschluss fand das Wochenende mit einem Konzert der Wölfersheimer Musikanten ab 12.00 Uhr. Bei Kaffee, Kuchen und vielen anderen Leckereien ließ man den Tag gemütlich ausklingen. Wie üblich sorgten mehrere Gastronomen aus der Gemeinde für die Verpflegung. Die Metzgerei Pfarrer und die Metzgerei Hofmann hatten Bratwurst und mehr im Angebot. Die Bauernstube begeisterte mit ihren frisch zubereiteten Burgern. Am Stand von Franco Pileggi gab es große Pizzastücke und Gemüsepfanne. Alle Arbeit war damit aber noch nicht getan. Zwei Tage lang arbeiteten Ehrenamtliche und Bauhof gemeinsam daran die Spuren des Festes zu beseitigen. "Ich danke allen, die zu diesem Wochenende beigetragen haben. Treffpunkt See hat sich in den vergangenen Jahren zur größten Veranstaltung Wölfersheims und zu einem Aushängeschild für unsere Gemeinde entwickelt. Es macht mich als Bürgermeister stolz zu sehen, wie sehr sich das ehrenamtliche Team ins Zeug gelegt hat, um das zu ermöglichen. Ich sehe es als unsere Pflicht an, dieses Engagement auch in den nächsten Jahren zu unterstützen und hoffe, dass wir zum 50-jährigen Jubiläum der Gemeinde in drei Jahren wieder ein so unvergessliches Fest feiern können." schließt Bürgermeister Eike See ab.

Bilder: Daniel Rüd

 



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 
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