Wölfersheim Helau

05.03.2019

Am vergangenen Sonntag war es wieder soweit, der Wölfersheimer Narrenexpress schlängelte sich durch die Straßen der Gemeinde. Etwa 30 Fußgruppen, 15 Wagen, 4 Musikzüge und andere Fahrzeuge nahmen daran teil. Auch die Besucherzahl war beeindruckend. Ganz Wölfersheim stand auf den Straßen, und viele Besucher aus den umliegenden Gemeinden fanden den Weg zum Wölfersheimer Lindwurm.

 

Von Södel aus bewegten sich die unzähligen Karnevalisten am Rathaus vorbei durch den Wölfersheimer Ortskern zur Linde und weiter zur Gießener Straße. Der Rückweg führte erneut durch den Ortskern und schließlich zur Turnhalle Södel, wo er sich zwei Stunden nach dem Start auflöste. Dort hatte die Södeler Vereinsgemeinschaft zu ihrem traditionellen Faschingstreiben eingeladen. In der Wetterauhalle fand das Kinderkostümfest des RV Teutonia statt. Organisiert wurde der Umzug von der Arbeitsgemeinschaft um Uwe Lecke. Die Feuerwehr sorgte wie üblich für die notwendige Sicherheit. Erstmals war auch die Polizei vor Ort und unterstützte die Veranstaltung. Der Bauhof der Gemeinde kümmerte sich im Nachhinein um die entsprechende Reinigung. Für Unmut sorgte lediglich eine Neuregelung in der Södeler Turnhalle.

In Wölfersheim gibt es eine Vielzahl an kulturellen Veranstaltungen. Eine der größten ist die Faschingsfeier nach dem Umzug in der Södeler Turnhalle. Die Gemeinde unterstützt alle Vereine in ihrer Arbeit, wo es ihr möglich ist. Bei Veranstaltungen und auch sonst wird versucht, bürokratische und finanzielle Hürden so gering wie möglich zu halten. Im Falle der Faschingsfeier in Södel stellt man zum Beispiel die Halle kostenlos zur Verfügung und reinigt auch nach der Veranstaltung den Außenbereich, ohne dies in Rechnung zu stellen. Aber es gibt gewisse Rahmenbedingungen, an denen nicht gerüttelt werden kann. Die Turnhalle Södel ist wegen der schmalen Fluchtwege nur für 800 Personen zugelassen. Ziel ist es, die Besucherzahl durch Umbaumaßnahmen wieder deutlich zu erhöhen. Diese Zahl wird nicht von der Gemeinde oder dem Veranstalter, sondern von der Brandschutzdienststelle des Wetteraukreises auf Grundlage rechtlicher Vorgaben festgelegt. Wenn es zu einem Brand oder einer ähnlichen Katastrophe kommt, erlischt jeder Versicherungsschutz, wenn mehr als diese zulässige Personenzahl sich in der Halle aufhält. Sowohl für den Veranstalter als auch für die Gemeinde und die Besucher wäre eine höhere Personenzahl mit einem erheblichen Risiko verbunden. Was passieren kann, wenn viele Menschen sich in einen zu engen Gang drängen, zeigt das Unglück der Loveparade in Duisburg 2010, bei dem 21 Menschen ums Leben kamen und Hunderte schwer verletzt wurden.

Was wurde im Vergleich zum Vorjahr geändert
Nach der Feier im letzten Jahr waren sich sowohl Veranstalter, die Gemeinde als auch die Feuerwehr einig, dass etwas am Konzept geändert werden musste. Aus diesem Grund wurde in diesem Jahr Eintritt kassiert, die Anzahl des Sicherheitspersonals deutlich erhöht, ein neuer Sanitätsraum eingerichtet, ein detaillierteres Sicherheitskonzept erarbeitet, Fluchtpläne im Vorfeld neu skizziert und Sanitäter engagiert. Für die Södeler Vereinsgemeinschaft stellte das natürlich eine entsprechende zusätzliche finanzielle als auch logistische Herausforderung dar, die in einem engen zeitlichen Rahmen zu bewältigen war.

Konzept für das nächste Jahr
Für die Gemeinde Wölfersheim ist das kulturelle Leben von enormer Bedeutung. Zu diesem zählt auch der Faschingsumzug und die anschließende Feier in der Södeler Turnhalle. Da es in diesem Jahr zu langen Wartezeiten vor der Turnhalle kam und dies für Unmut sorgte, wird die Vereinsgemeinschaft das Konzept anpassen. Wir sind davon überzeugt, dass es möglich ist, die entsprechenden Regularien umzusetzen und stehen auch gerne weiter unterstützend zur Verfügung. Die Verwaltung arbeitet daher bereits an einem Konzept zum Umbau der Södeler Turnhalle, um dort langfristig größere Veranstaltungen mit mehr als 800 Besuchern realisieren zu können. Dafür sind aber zwingend mehr Notausgangstüren erforderlich. Kurzfristig bittet die Gemeinde aber auch im Namen des Veranstalters um Verständnis und bittet, leichtfertige und unsachliche Kritik selbst zu hinterfragen, denn über allem steht die Sicherheit der Besucher!
Für nächstes Jahr ist daher bereits heute ein Treffen mit den Organisatoren des Umzuges, der Veranstalter in der Turnhalle sowie der Gemeinde geplant. „Wölfersheim ist dank des Umzuges und der anschließenden Feier in der Södeler Turnhalle eine kleine Faschingshochburg in der Wetterau, und das soll sie auch bleiben. Wir sind froh darüber, dass dies von der Gemeinde Wölfersheim so mitgetragen wird“, sind sich Uwe Lecke als Vorsitzender der AG Faschingsumzug und der Vorstand der Södeler Vereinsgemeinschafts einig. Bürgermeister Eike See unterstreicht dies: „Jede Großveranstaltung muss immer wieder hinterfragt und gelegentlich auch optimiert werden. Dies ist uns in den letzten Jahren beim Wölfersheimer Kinosommer und auch beim Seefest hervorragend gelungen. Ich bin mir sicher, dass dies auch im nächsten Jahr bei der Faschingsfeier in der Södeler Turnhalle der Fall sein wird“. Lecke, der Vorstand der Vereinsgemeinschaft und Bürgermeister See sind sich einig, dass im Jahr 2020 mit mehr Notausgangstüren in der Turnhalle und einem angepassten Veranstaltungskonzept, das auch den Bereich vor der Halle einbezieht, einer ausgelassenen und trotzdem sicheren Veranstaltung nichts im Wege stehen wird.

 
 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 
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