Innenentwicklung stärken

07.02.2019

Ortskernsanierung und Städtebauförderung sind auf den ersten Blick keine Themen, mit denen man viele Menschen begeistern kann. Für viele ist dies schwer „greifbar“ und so interessieren sich die wenigsten dafür. Doch macht man deutlich, welche Vorteile dies bringt, dann ändert sich die Einstellung meist schnell. Im Rahmen des Projektes "Dorf und Du" kooperieren 17 Städte und Gemeinden in der Wetterau, um die Attraktivität ihrer Ortskerne zu stärken. Auch die Gemeinde Wölfersheim beteiligt sich daran. Im Wölfersheimer Rathaus weist nun eine Plakette auf das Engagement der Gemeinde hin.

 

Dorferneuerung und Ortskernsanierung sind in Wölfersheim keine unbekannten Themen. So findet man in Wölfersheim an vielen Stellen Beispiele, die zur  Belebung der Ortsmitte beitragen sollen. Sich auf einen Kaffee in der Wölfersheimer Mitte zu treffen, einen Liedermacherabend am Fuß des Weißen Turmes oder den Markt der Regionen in der Marktscheune zu besuchen, einen Äppler am Södeler Kirchplatz zu trinken und vieles mehr, konnte sich bis vor wenigen Jahren kaum jemand vorstellen. Heute ist es fester Teil unseres Alltags. Im Rahmen des Projektes "Dorf und Du" entwickelten die Städte und Gemeinden zusammen mit der Justus-Liebig-Universität Gießen, dem Amt für Bodenmanagement Büdingen und dem Regionalverband FrankfurtRheinMain sowie Partnern aus Architektur, Marketing und Regionalmanagement ein regionsspezifisches Instrumentenset.
Die Auswahl der am Projekt beteiligten Partner zeigt bereits, dass dabei in den vielfältigen Bereichen der Innenentwicklung gearbeitet wird: Kataster, Architektur, Städtebau, Öffentlichkeitsarbeit, soziale Dorfentwicklung, Ortsdurchfahrten und Forschung. Innenentwicklung ist eine Querschnittsaufgabe, die nur im Zusammenspiel mehrerer Akteure gelingen kann. Gefragt waren daher nicht nur Planer, Architekten, Geodaten, Kommunalpolitiker oder Immobilienentwickler, sondern auch die Menschen, die vor Ort leben und wirken. Dazu wurden in einigen Ortsteilen der Wetterau Befragungen durchgeführt, und auch die Gemeinde Wölfersheim beteiligte sich an den Datenerhebungen.
Bürgermeister Eike See betonte die Bedeutung der Innenentwicklung, aber verwies zugleich darauf, dass es teilweise einen langen Atem braucht. "Die Entwicklung eines Ortskerns geschieht nicht von heute auf morgen. Betrachtet man die Ortsmitte von Wölfersheim und Södel heute, dann findet man Geschäfte, ansprechende Gebäude und Plätze mit großer Aufenthaltsqualität. Dass dies so ist, ist sicherlich kein Zufall. Bereits meine Vorgänger Joachim Arnold und Rouven Kötter haben den Grundstein für die Ortsinnenentwicklung im Wölfersheimer und Södeler Ortskern gelegt. Seitens der Gemeinde, aber auch seitens vieler Privatpersonen wurden Projekte realisiert. Stück für Stück hat sich unsere Gemeinde dadurch positiv gewandelt." zeigt sich See begeistert, verweist aber auch auf die Notwendigkeit der Entwicklung von Neubaugebieten. "Im gesamten RheinMainGebiet fehlt Wohnraum, und viele junge Familien in Wölfersheim suchen einen Bauplatz. Wir können uns nicht nur im Ortskern entwickeln, sondern müssen auch neue Wohnbauflächen ausweisen. Die Herausforderung besteht darin eine gesunde Mischung zu finden. Wir haben uns in den letzten Jahren vorwiegend auf die Innenentwicklung konzentriert. Auch nach der Ausweisung des nächsten Bauabschnittes des Baugebietes Füllgesgärten sollte dies weiter in unserem Fokus stehen." schließt See ab.

 



 
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